Now!-Ensemble Belladonna-Duo Axis-Duo Beata Seemann Klaus Holsten Johannes Heimrath

Now!-Ensemble

Über Now!-Ensemble

Christine Simon, Esraj
Beata Seemann, Cembalo und Hammerklavier
Lara Mallien, Bewegung
Klaus Holsten, Flöten
Tilmann Holsten, Saxophon
Johannes Heimrath, Gongs
Markus Ziegenhagen, Tontechnik

Seit vielen Jahren leben und arbeiten wir zusammen. Unsere heutige Musik spricht eine eigenständige Sprache, die sich aus der intensiven Auseinandersetzung mit der Gegenwart entfaltet hat.
Wir sind nicht nur Musiker, sondern setzen unsere Lebensenergie vor allem für die Verwirklichung neuer Formen schöpferischen Zusammenlebens der Menschen untereinander und mit der Natur ein. Unsere Musik wächst somit aus einem Humus hervor, den unsere sozialen, politischen und ökonomischen Erfahrungen bilden.
In Konzerten, Workshops und experimentellen Begegnungen mit anderen Künsten – vornehmlich Dichtung und Malerei – haben wir uns im Laufe der Jahre ein musikalisches Vokabular erarbeitet, das uns ermöglicht, gemeinsam mit unserem Publikum in neue Dimensionen des Hörens vorzudringen.

In unseren Performances lassen wir uns ganz auf den kreativen Augenblick ein. Geplante kompositorische Strukturen und vorgefertigte musikalische Einheiten stellen für uns lediglich elementare Navigationshilfen dar, die zum Gelingen einer Expedition in das Unbekannte unerlässlich sind. Auf der Klangreise bemühen wir uns vielmehr, die Kraft der Inspiration für uns als Musiker wie für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer so rein wie möglich zu erschließen. Über den Zeitraum von mehreren Stunden – 90 Minuten bis zu 4 Stunden – stellen wir unsere körperliche Präsenz und unser instrumentales Können den Klängen, Melodien und Rhythmen zur Verfügung, die jeweils im aktuellen Raum, am aktuellen Ort, zur aktuellen Zeit Gestalt annehmen möchten.

In der übergeordneten Struktur der wechselnden Zeitqualitäten suchen wir nach Elementen der Wandlung: Wir wünschen, dass allen, die Teil einer solchen Performance sind – also nicht nur dem Publikum, sondern auch uns selbst – aus der gemeinsamen Zeit gesteigerter Aufmerksamkeit die Chance zu neuen Sichtweisen, zu unmittelbarem Erleben, zu heilsamer Klärung erwächst. Insofern erfahren wir „unsere Musik" weniger als durch uns selbst hervorgebracht, sondern vielmehr aus dem Hören empfangen. In dem, was durch uns klingt, kommen die Seelenkräfte der Menschen in Resonanz, die für den Zeitraum der Performance vorübergehend zu einer Gemeinschaft zusammengefunden haben.